Fracking-Diskussion: Kretschmer pflichtet Söder bei

Verstehen Sie die Entscheidung Deutschlands, die Exploration nach Schiefergas aufgrund von Umweltauswirkungen einzuschränken.

Die Gewinnung von Schiefergas durch kommerzielles Fracking wird in Deutschland nicht genehmigt werden. Aus wissenschaftlichen Gründen wurde beschlossen, die Genehmigung für vier Erkundungsbohrungen zu erteilen. Dadurch können die Auswirkungen auf die natürliche Umwelt bewertet werden. Die neu erlassenen Rechtsvorschriften können nun in vollem Umfang umgesetzt werden.

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Auch angesichts einer drohenden Energieverknappung durch den Ausfall russischer Gaslieferungen will Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck nicht die Option verfolgen, durch Fracking mehr Erdgas auf eigenem Boden zu gewinnen. In den Zeitungen der Funke Mediengruppe wird Habeck mit den Worten zitiert: “Wir sitzen in der norddeutschen Tiefebene auf einer großen Menge Gas, die nur durch Fracking zu erreichen ist.”

Allerdings würden Gesetze zum Schutz der Wasserressourcen den Einsatz dieser Technologie erschweren, bei der mit Hilfe von Druck und dem Einsatz chemischer Substanzen wesentliche Gesteinsschichten zerstört werden, um das Gas zu fördern. Habeck sagte weiter, dass es Jahre dauern würde, um die Produktion in Gang zu bringen.

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Die Äußerungen Habecks fallen in eine Zeit, in der eine Reihe von Abgeordneten darauf drängt, die Politik der Regierung, neu entdeckte Öl- und Gasvorkommen nicht zu nutzen, zu überdenken. Neben dem Einsatz von Hydraulic Fracturing wurde auch gefordert, die verbleibenden Gasvorkommen in der Nordsee in Zusammenarbeit mit den Niederlanden zu erschließen.

Freigabe oder nicht?

Christian Lindner, der Finanzminister der wirtschaftsfreundlichen FDP, sagte, dass die Explorationsbeschränkung nicht mehr relevant sei, da sie nicht mit den Veränderungen Schritt gehalten habe. Die deutsche Regierung hat erklärt, dass sie das Land bis zum Jahr 2024 von der Abhängigkeit von Gasimporten aus Russland befreien will.

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Der überwiegende Teil des in Deutschland verbrauchten Gases wird aus dem Ausland bezogen, nur etwa fünf Prozent werden vor Ort gefördert. Bei dem oft als “Fracking” bezeichneten Förderverfahren werden Risse in der Gesteinsformation erzeugt, die den Fluss von Erdgas oder Erdöl anregen und die förderbaren Mengen erhöhen.

Dieses Verfahren wird als Hydraulic Fracturing bezeichnet, und die Abkürzung steht für dieses Verfahren. Um dieses Ziel zu erreichen, werden jedoch giftige Chemikalien und enorme Druckmengen eingesetzt, die das umliegende Ökosystem in Form von Erdbeben und anderen Naturkatastrophen schädigen können.

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Außerdem sagte Umweltministerin Barbara Hendricks: “Fracking wird in Deutschland keine große Sache sein.” “Es ist uns gelungen, weitgehende Verbote im Sinne der deutschen Bevölkerung durchzusetzen.” Der Schutz unserer Trinkwasserreserven und unserer Naturlandschaften habe “eindeutig Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen”, fügte sie in einer Erklärung zum Inkrafttreten des Gesetzes- und Verordnungspaketes hinzu.

Keine zeitliche Begrenzung des Verbots

Die Vereinbarung sieht ein Verbot des so genannten “unkonventionellen Frackings” bis frühestens 2021 vor. Danach soll der Deutsche Bundestag entscheiden, ob diese Regelungen bestehen bleiben sollen oder nicht. Das ist eine vergleichsweise strenge Vereinbarung, denn wenn der Deutsche Bundestag bis dahin keine konkreten Maßnahmen ergreift, bleibt das Verbot bestehen.

Doch angesichts der Fracking-Problematik unterstützt der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in der laufenden Diskussion um Gas-Fracking in Deutschland. Natürlich muss man sich fragen, warum Deutschland Fracking-Gas aus den Vereinigten Staaten importiert, anstatt diese Technologie hier unter strengsten Umweltauflagen zu entwickeln.

In einem Gespräch mit dem Fernsehsender “Welt” sagte er: “Das ist ganz klar, das sind die Dinge, die jetzt geklärt werden müssen. In der “Süddeutschen Zeitung” stellte Söder die Frage nach der Nutzung der heimischen Gasreserven angesichts der Energieknappheit infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

“Niemand will das Fracking von gestern. Aber es ist wichtig zu prüfen, ob es neue und umweltfreundliche Methoden gibt”, sagte der CSU-Vorsitzende und fügte hinzu, dass es nach Ansicht von Experten vor allem in Niedersachsen große Erdgasvorkommen gebe. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht dagegen kein großes Potenzial für Instabilität in Deutschland.

Kretschmer: Der Wahlkampf darf nicht nachlassendown

Nun sagte Kretschmer, dass es bei der Bewertung der Energiepolitik (SPD) nicht darauf ankomme, ob das Gerede von der Aufspaltung zur Zufriedenheit des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil ist. Vielmehr geht es um die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland auf lange Sicht.

Zwar gebe es jetzt einen Wahlkampf in Niedersachsen, der nicht dem aktuellen Stand der Dinge entspreche, aber die Energiepolitik sei der Schwachpunkt eines jeden Landes. Kretschmer äußerte seinen Unmut mit der Feststellung, es sei unethisch, diese “Preiserhöhung” erhobenen Hauptes hinzunehmen. Es entstünden Herausforderungen für die Allgemeinheit, vor allem aber für die Industrie. Deutschland, so Kretschmer, sei bereits auf dem besten Weg, seine industrielle Basis aufzugeben.

Vorrangig geht es um den Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit

Ziel des Regelungspakets für Fracking ist es, die Gesundheit von Mensch und Umwelt vor den Gefahren zu schützen, die mit dem Einsatz dieser Technologie verbunden sind. Gleichzeitig wurden auch die Sicherheits- und Umweltstandards für die traditionelle Gewinnung von Erdgas, Erdöl und Erdwärme verschärft und die europäischen Standards in nationale Vorschriften umgesetzt.

Dies geschieht zur gleichen Zeit, in der die US-Regierung versucht, ihre Klimaziele zu erreichen. Ein unparteiisches Expertengremium wird im Auftrag der Bundesregierung die wissenschaftliche Begleitung der Erkundungsmaßnahmen übernehmen. Außerdem wird dieses Gremium die Sondierungsmaßnahmen prüfen und dem Deutschen Bundestag seine Meinung mitteilen.

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